EXJW WorldWissensdatenbank

Wissensdatenbank › 🧠 A-Z-Enzyklopädie der Psychologie

W - Widerstandsfähigkeit

Grenzen spüren, Entscheidungen treffen und mit Druck umgehen, ohne sich selbst zu verlieren

Grenzen fühlen, Entscheidungen treffen und mit Druck umgehen, ohne sich selbst zu verlieren Erkennbare Fragen Wie sage ich nein, ohne aggressiv zu werden? Wie bleibe ich bei meiner Entscheidung, wenn jemand enttäuscht ist? Ist Resilienz dasselbe wie hart zu werden? Was ist das? Resilienz ist die Fähigkeit, mit Druck, Kritik oder Rückschlägen umzugehen, während die eigenen Grenzen und Werte erkennbar bleiben. Sie umfasst Durchsetzungsvermögen, Emotionsregulation, Problemlösung und soziale Unterstützung. Warum kann unser Gehirn das tun? Menschen unterscheiden sich darin, wie leicht es ihnen fällt, Grenzen zu setzen. Erfahrungen, Erziehung, Machtunterschiede und Sicherheit spielen dabei eine Rolle. Resilienz ist keine Garantie dafür, dass andere deine Grenze respektieren. Beispiel aus dem Alltag Eine Kollegin fragt erneut, ob du ihre Arbeit übernimmst. Du sagst ruhig: ‘Das klappt heute nicht’ ohne lange Rechtfertigung. Wie kann das innerhalb enger oder geschlossener Gruppen vorkommen? Innerhalb enger Gruppen kann es sozial schwierig wirken, ‘nein’ zu sagen, wenn Zusammenarbeit und Loyalität stark geschätzt werden. Einige (ehemalige) Jehovah’s Witnesses müssen nach ihrem Weggang persönliche Grenzen erneut einüben; andere waren schon immer durchsetzungsfähig. Was kannst du damit machen? Verwende kurze, klare Sätze. Überlege dir vorher, wo deine Grenze liegt. Suche Unterstützung, wenn das Machtverhältnis groß ist. Fragen zum Nachdenken Wo sage ich ja aus Angst? Welche Grenze kann ich klarer formulieren? Wie reagiere ich, wenn jemand meine Grenze nicht mag? Zusammenfassung Resilienz bedeutet nicht, dass dich nichts berührt. Es bedeutet, dass du trotz Druck so weit wie möglich aus deinen eigenen Werten und Grenzen heraus handeln kannst.